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Korrosion ist eine unvermeidbare Reaktion metallischer Flächen mit Stoffen der Umgebung. Allerdings können die Schäden am Material beispielsweise durch aktiven Korrosionsschutz vermieden werden. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier auf Maler-Experte.de!

aktiver-Korrosionsschutz

Aktiver Korrosionsschutz greift direkt in die chemische Reaktion ein. © Maler-Experte.de

Korrosion bezeichnet eine chemische oder elektrochemische Reaktion, die den betroffenen Werkstoff in seiner Funktion und Qualität negativ beeinflusst. Verantwortlich sind diverse Umgebungseinflüsse wie Luftverunreinigungen, hohe Feuchtigkeit oder Temperaturschwankungen. Besonders anfällig sind bekannterweise Eisen und andere einfache Stähle, aber auch edlere Metalle oder mineralische Baustoffe (beispielsweise Beton oder Gips) können betroffen sein. Um der Qualitätsminderung entgegen zu wirken und die Haltbarkeit der genannten Materialien zu erhöhen, kann passiver oder aktiver Korrosionsschutz zum Einsatz kommen.

Wie werden Werkstoffe vor Korrosion geschützt?

Eine Korrosionsart, die wohl jedem bekannt ist, ist Rost. Er entsteht auf metallischen Oberflächen, die mit Regen oder allgemein zu hoher Feuchtigkeit in Kontakt kommen. Vor allem im Freien befindliche Metalle (Balkonbrüstungen, Gartenzäune), aber auch solche, die durch Räume scheinbar geschützt sind, sollten daher behandelt werden. Denn Korrosion ist zwar unvermeidbar, aber ihre Schäden können durch passiven oder aktiven Korrosionsschutz vermieden werden. Ersterer besteht in der Trennung des zu schützenden Materials und des korrosiven Mediums (beispielsweise Wasser oder Luft) durch Kunststoffbeschichtungen, Lackierungen, Anstriche oder andere Korrosionsschutzmittel. Aktiver Korrosionsschutz hingegen hat direkten Einfluss auf die stattfindende Reaktion.

Wodurch zeichnet sich aktiver Korrosionsschutz aus?

Die Herstellung korrosionsbeständiger Metalllegierungen ist eine Maßnahme des aktiven Rostschutzes. Als Besitzer eines fertig produzierten metallischen Gegenstandes ist aber vor allem die Anwendung spezieller Schutzmaterialien interessant. Diese enthalten sogenannte Inhibitoren: Das sind Stoffe, die bestimmte Reaktionen gezielt hemmen. Vereinfacht dargestellt werden die Inhibitoren aufgrund der gegensätzlichen Ladung von der Metalloberfläche angezogen. Sie bilden eine lückenlose Schutzschicht und verdrängen dabei sogar Wasser, dass sich zuvor auf der Fläche befand. Ein solcher aktiver Korrosionsschutz ist beispielsweise in Pulver, Sprays oder Ölen eingearbeitet. Wichtig ist, dass nicht jedes Mittel universell einsetzbar ist, weshalb vor der Oberflächenbehandlung mindestens Rücksprache mit einem Fachmann – beispielsweise einem Malerbetrieb – gehalten werden sollte, um unerwünschte Reaktionen zu vermeiden!

Vor allem im Schiffsbau kommt noch eine dritte Variante des aktiven Korrosionsschutzes zum Einsatz: die kathodische Polarisation durch Anlegen von Fremdstrom.

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