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Die aktive Elektroosmose ist ein physikalischer Prozess, den sich Fachhandwerker zunutze machen, um Mauerwerk mithilfe von Elektrizität zu entfeuchten. Wie das genau funktioniert und wie die Wirksamkeit dieser Methode bewertet wird, erfahren Sie hier auf Maler-Experte.de!

Feuchtigkeit in den Wänden des Hauses wird oftmals erst dann bemerkt, wenn es bereits zu spät ist. Ein muffiger Geruch und Stockflecken können Anzeichen dafür sein, dass Wasser aus dem Erdreich in das Mauerwerk eingedrungen ist, was erhebliche Schäden an der Bausubstanz verursachen kann. Durch die Feuchtigkeit können sich zudem Wärmebrücken in den Wänden bilden, welche die Wärmedämmung beeinflussen und damit die Energiebilanz des Hauses verschlechtern. Es ist also unbedingt erforderlich, die Mauer durch einen Fachmann trocknen zu lassen. Als besonders schonendes Verfahren dafür bietet sich die aktive Elektroosmose an, bei der die Feuchtigkeit durch Anlegen von Strom wieder zurück in die Erde geleitet wird.

Wie funktioniert die aktive Elektroosmose?

Die aktive Elektroosmose ist ein elektrophysikalisches Verfahren zum Entfeuchten der Mauer und bewirkt, dass die Feuchtebewegung in ihrer Richtung umgekehrt wird. Dabei wird im oberen Bereich der Mauer eine Anode und im unteren Mauerbereich oder im Erdboden eine Katode befestigt. Diese beiden Elektroden werden miteinander verbunden und eine Fremdspannung wird angelegt, die stärker ist als die Kapillarwirkung, welche das Wasser in der Mauer bewegt. Durch den Stromfluss bewegt sich die Feuchtigkeit in Richtung Katode und damit aus dem Mauerwerk hinaus. Die genaue Höhe dieser Spannung wird unter Fachleuten noch immer diskutiert, liegt aber Berechnungen zufolge bei mindestens 50 Volt.

Die aktive Elektroosmose ist im Vergleich zu mechanischen Methoden zur Mauertrockenlegung ein recht schonendes Verfahren und zudem relativ preisgünstig. Die Kosten liegen bei etwa 250 € je Quadratmeter. Wenn jedoch eine komplette Schimmelsanierung notwendig ist, kommen noch weitere Kosten auf Sie zu.

Probleme beim Verfahren der aktiven Elektroosmose

Der Erfolg der aktiven Elektroosmose bei der Trocknung von Mauerwerk ist umstritten, da bei diesem Verfahren verhältnismäßig viele Fehlschläge zu verzeichnen sind. Die Ursache dafür könnten zum einen die eingesetzten Geräte sein, welche die erforderliche Spannung nicht erreichen. Zum anderen muss ein Mindestdurchfeuchtungsgrad von 40 Prozent vorliegen, damit die Methode effektiv wirkt. Weiterhin bleibt im unteren Teil der Mauer immer eine Restfeuchte zurück, die das wiederholte Aufsteigen von Wasser begünstigt.

Fazit

Die aktive Elektroosmose ist ein vergleichsweise schonendes Verfahren zur Mauerentfeuchtung, bei der eine zwischen zwei Elektroden angelegte Spannung dafür sorgt, dass das Wasser zurück in den Erdboden fließt. Jedoch ist die Wirksamkeit dieses Verfahrens umstritten, da das Prinzip nicht immer zum dauerhaften Erfolg führt. Wenn Sie auf der Suche nach einer geeigneten Möglichkeit sind, ihre Wände zu trocknen, lassen Sie sich ausführlich von einem erfahrenen Fachunternehmen der Malerinnungen beraten!

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