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Seit 2009 ist für viele Gebäude die Ausstellung eines Energieausweises verpflichtend! Dabei wird zwischen zwei Varianten unterschieden. Welche das sind und wie die Ausstellung erfolgt, erfahren Sie hier auf Maler-Experte.de!

Energieausweis-Gebaeude

Der Energieausweis für Gebäude wird in zwei Varianten ausgestellt! © Thorben Wengert / pixelio.de

Bis Ende 2004 wurde der Energiepass als Prototyp eines bundeseinheitlichen Energieausweises für Gebäude an fast 4000 Wohngebäuden getestet. Seit dem Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (EnEV) wird das Dokument, welches ein Gebäude energetisch bewertet, als Energieausweis bezeichnet. Mit ihr wurde auch eine Pflicht für viele Gebäudetypen eingeführt, um für mehr Transparenz auf dem Immobilienmarkt zu sorgen. Beim Hauskauf können zukünftige Besitzer so die auf sie zukommenden Energiekosten abschätzen, Verkäufer hingegen können den Energieausweis als Verkaufsargument nutzen – solange die Berechnungen vergleichsweise gering ausfallen.

Energieausweis für Gebäude: Welche Verpflichtungen müssen erfüllt werden?

Die Pflicht für die Ausstellung eines Energieausweises für Gebäude gilt seit 2009. Für Wohngebäude muss das Dokument seit Januar, für Nichtwohngebäude seit Juli beantragt werden. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, beispielsweise kleine Gebäude, Ställe oder Gewächshäuser, die nicht von der Pflicht betroffen sind. Allgemein gilt, dass der Energieausweis eines Gebäudes unaufgefordert bei seinem Verkauf, seiner Vermietung, Verpachtung oder Verleasung vorgelegt werden muss.

Unterschieden wird zwischen einem bedarfsorientierten und einem verbraucherorientierten Energieausweis. Ersterer ist teurer, da die Datenerhebung umfangreicher ist. Der Energiebedarf wird hier anhand des Zustandes der Gebäudehülle und der Haustechnik unter Heranziehung durchschnittlicher Verbraucherwerte berechnet. Der verbraucherorientierte Energieausweis bezieht sich hingegen nur auf den witterungsbereinigten Verbrauch eines Gebäudes über die letzten drei Jahre oder mehr.

Wann welcher Energieausweis benötigt wird, ist abhängig vom Typ des Gebäudes. Für alle Gebäude bis Baujahr 1965 sowie alle Neubauten muss ein bedarfsorientierter Ausweis beantragt werden. Für alle anderen Gebäude reicht in der Regel ein verbrauchsorientierter Energieausweis.

Ausstellung des Energieausweises für Gebäude

Die Ausstellung eines Energieausweises für Gebäude erfolgt in der Regel über einen Energieberater – eine solche Qualifikation können beispielsweise Maler erwerben. Nach der gemeinsamen Entscheidung über den Typ des Ausweises erfolgt eine Begutachtung vor Ort, bei welcher die relevanten Daten erhoben und Baupläne eingesehen werden. Mithilfe einer Software wird dann der Energieausweis erstellt.

Im Medienzeitalter kann ein solcher Energieausweis allerdings auch über das Internet beantragt werden. In diesem Fall müssen Sie allerdings eigenständig die Daten eingeben. Bei Unsicherheiten werden in einigen Fällen zwar Telefonbegleitungen oder Vor-Ort-Besichtigungen angeboten, diese sind aber mit einem Aufpreis verbunden.

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