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Die Fußbodenheizung im Trockenbau wird zu der Gruppe der Flächenheizungen gezählt und strahlt, im Gegensatz zu herkömmlichen Heizungsarten mit Heizkörpern, die Wärme gleichmäßig von der Bodenfläche in den ganzen Raum aus. Eine Fußbodenheizung sorgt nicht nur für ein optimales Raumklima, sondern auch für eine angenehme Fußwärme. Einer ihrer Vorteile liegt darin, dass die Temperatur als wärmer empfunden wird, als sie es eigentlich ist, wodurch es möglich wird, Energie zu sparen.

Der Einbau einer Fußbodenheizung lohnt sich in mehrfacher Hinsicht. Als Energiesparer hat sie einen großen Vorteil, aber auch optische Vorzüge können als Pluspunkt verbucht werden. Da die Heizungsrohre unter dem Fußboden verlegt werden, müssen keine Heizkörper im Raum aufgestellt werden und es entsteht mehr Platz zur Wohnraumgestaltung. Zwei Varianten stehen beim Verlegen zur Auswahl: das Verlegen im Nassverfahren, wobei die Heizungsrohre auf Noppenplatten im Nassestrich eingebettet werden, und das Trockenverfahren, wobei vom Nassestrich abgesehen wird. Im Folgenden wird auf den Einbau der Fußbodenheizung im Trockenbau eingegangen.

Fußbodenheizung im Rohbau

Abgebildet eine Fußbodenheizung im Trockenbau bevor der Fußboden verlegt wurde. © Heike Hering / pixelio.de

Verlegen der Fußbodenheizung im Trockenbau

Bevor mit dem Einbau der Heizung im Boden begonnen werden kann, muss das richtige Werkzeug für den Trockenbau bereitgestellt werden. Benötig werden Tackernadeln und das dazugehörige Gerät, eine Klemmringverschraubung und eine Rohrschneidzange. Wie beim Nasssystem, werden bei der Trockenverlegung die Rohre auf ein Trägermaterial wie der Noppenmatte oder der Wärmedämmplatte verlegt und befestigt. Der Unterschied zwischen den zwei Einbau-Verfahren liegt darin, dass anstelle von Nassestrich mit Trockenbauplatten abgedeckt wird, welche gleichzeitig dafür sorgen, den Heizungsrohren genügend Platz zu geben, wenn diese sich durch die Wärme ausdehnen. Als Trockenbauplatten können Holzspannplatten, Glasfaserplatten aber auch Fliesen, Parkett und Dielen verwendet werden.

Möchten Sie die Wärmeleitfähigkeit verbessern, können zusätzlich Leitbleche eingebaut werden. Das Verlegen einer Fußbodenheizung im Trockenbau wird meistens im Zuge von Renovierungen durchgeführt, da sie mit einer geringeren Aufbauhöhe auskommt und die Deckenbelastung niedriger ist. Außerdem ist dieses Verfahren schneller umzusetzen und somit nicht so zeitaufwendig wie das Verlegen im Nassverfahren. Auch der Akustikbau lässt sich im Trockenverfahren herstellen und bietet eine schnelle Lösung, wenn ein Wohngebäude schalldicht gemacht werden soll. Gerne wird der Akustikbau im Zuge der Verlegung der Fußbodenheizung durchgeführt. Um einen nachträglichen Zugriff auf die Rohre der Fußbodenheizung zu bekommen, werden Revisionsklappen im Trockenbau mit eingebaut. Dadurch wird es möglich, ohne Umstände Wartungs- oder Sanierungsarbeiten durchzuführen.

Vor- und Nachteile der Fußbodenheizung im Trockenbau

Der größte Vorteil der Fußbodenheizung im Trockenbau besteht darin, dass sie sowohl in einem Neubau, als auch nachträglich in einem Altbau, im Zuge einer Renovierung oder Modernisierung, ohne größere Umstände eingebaut werden kann. Diese Art des Verlegens eignet sich, wenn eine Nassverlegung durch die erforderliche Konstruktionshöhe nicht realisierbar ist, der Fußboden kein zusätzliches Gewicht tragen kann oder der Wasseranteil für eine Nassverlegung zu hoch wäre und das Gebäude aus diesem Grund Schäden davontragen könnte. Ein Nachteil der Trockenbauvariante ist, dass die Fußbodenheizung länger braucht, um warm zu werden. Das hat vor allem Auswirkungen auf die Energieeffizienz. Der Preis für eine Fußbodenheizung im Trockenbau beträgt rund 35 Euro pro Quadratmeter.

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