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Wollten Sie schon immer wissen, wieso manche Metalle rosten und andere nicht? Beim Metall beizen kommen aufwendige chemische Verfahren zur Anwendung. Im Elektrolytbad zum beschichten kommen Säuren oder Basen zur Anwendung. Wenn Gegenstände aus Metall wetterfest gemacht werden, wird mittels der Galvanotechnik gebeizt. Wie der Malerfachmann dies bewerkstelligt, erfahren Sie auf Maler-Experte.de!

Metall beizen

Nach dem Metall beizen strahlen die behandelten Teile. Dieser Grad an Oberflächenreinheit wird danach selten wieder erricht. © Aaron Huang by flickr.com

Beim Metall Beizen wird ein chemisches Verfahren angewendet, das, anders als beim Holz beizen, nicht einfach mit dem Malerwerkzeug aufgetragen werden kann. Hierbei kommt ein Elektrolytbad zur Anwendung, für das spezielle Chemikalien benötigt werden. In diesem werden die metallischen Objekte eingetaucht und erhalten so eine schützende Oberfläche. Der Prozess der Galvanisierung, die sogenannte Galvanotechnik, ist bereits seit 1780 bekannt. Entdeckt wurde sie von dem italienischen Arzt Luigi Galvani.

Beim Galvanisieren wird in einem Elektrolytbad eine Spannung angelegt, dieser gewährleistet einen Ladungstransport durch Ionen. Die beiden Elektroden (also der Plus- und Minus-Pol) bewirken die Bewegung der Ionen. Diese werden von der Anode, also dem positiven Pol, zur Kathode weitergeleitet. Durch die Elektrizität lösen sich Metallionen von der Anode und Schichten sich auf der Kathode ab. Das Beizen von Metallen ist daher ein rein chemischer Prozess. Die Elektrolyte sind Säuren, Basen oder Salze und müssen vom Profihandwerker zur Anwendung gebracht werden.

Damit der Innungsmaler nicht rostende Edelstähle herstellen kann, reicht eine einfache Beize nicht aus. Zum Beizen und Passivieren muss der Werkstoff mehr als 12 % Chromanteil und weniger als 1,2 % Kohlenstoffgehalt in seiner Stahllegierung aufweisen.1 Dann kann der Profihandwerker Edelstahl beizen, ohne Gefahr zu laufen, dass in der chemischen Beschichtung unerwünschte Reaktionen aufkommen, in dessen Folge Korrosion auftreten können. Nach der Beize mit minderwertigem Metall ist der Stahlträger vor Rost geschützt. Er hat somit eine zusätzliche Eigenschaft.

Andere Formen von Metall beizen

Das Metall beizen lässt sich, neben dem Tauchbeizen, durch das Sprühbeizen, Umlaufbeizen und lokale Schweißnaht beizen bewerkstelligen. Die verschiedenen Verfahren bedingen den unterschiedlichen Situationen, in denen man nicht immer ein Metallobjekt in ein Säurebad legen kann. So beispielsweise nach dem Verschweißen von zwei Metallteilen. Die flexible Beize muss auch vor Ort funktionieren. Dabei gibt es Verfahren zum Galvanisieren, die nicht auf Strom angewiesen sind. Sie kommen außerdem zur Anwendung, wenn Kunststoff beschichtet werden soll.

Ein Unterschied vom Holz und Metall beizen

Beim Beizen von Metall gibt es kein positives und negatives Beizen, wie man es vom Holz kennt. Das ist ein Vorgang, der sich einzig und allein auf Holz bezieht. Beim negativen Holz beizen kommen Farbpigmente zum Einsatz, die sich auf der Oberfläche ablegen. Dort reagieren sie mit der Gerbsäure. Im anderen Verfahren reagieren Chemikalien mit dem Lignin in den Holzzellen (positives Beizen). Dabei findet keine Reaktion mit der Gerbsäure statt.

Bei Arbeiten in der Industrie und beim Galvanisierungsvorgang müssen bestimmte Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden. So müssen auch beispielsweise die Industrie-Mitarbeiter über eine richtige Arbeitsbekleidung verfügen, die sie vor eventuellen Schäden, die durch Säure etc. entstehen können, richtig schützt.

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