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Welche Informationen muss der Maler seinem Kunden zur Verfügung stellen? Muss der Auftraggeber wissen, welche Farben und Pinsel verwendet werden? Müssen Garantien oder Vertragsklauseln vor der Leistungserbringung besprochen werden? Viele Malerbetriebe bewegen sich in diesem Bereich häufig in einer Grauzone. Auch die Kunden wissen oftmals nicht, welche Informationen ihnen zustehen und welche nicht unbedingt durch den Betrieb preisgegeben werden müssen. Die Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung wurde im vergangenen Jahr novelliert und trat am 17. Mai 2010 in der überarbeiteten Version in Kraft.

Informationspflicht bei Dienstleistern geändert

Informationspflicht bei Dienstleistern geändert – © RainerSturm by pixelio.de

Die Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung regelt Verpflichtung zur Bereitstellung von notwendigen Informationen vom Auftragsnehmer gegenüber dem Auftraggeber. Sie stellt die notwendig gewordene Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie dar. Dadurch soll ein einheitlicher Stand aller Dienstleistungsunternehmen im gesamten Gebiet der Europäischen Union sichergestellt werden. Gleichzeitig sollen sie dem Kunden die Möglichkeit geben, internationale Vergleiche anstellen zu können.

Einteilung gemäß Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung

Die Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung unterteilt die Informationen grundsätzlich in Hinweise, die stets bereitgehalten und Auskünfte, die auf Anfrage herausgegeben werden müssen.

Zu den permanenten Informationen zählen gemäß § 2 Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung unter anderem:

  • Firmenname
  • Anschrift
  • Telefonnummer und E-Mail-Adresse
  • falls vorhanden die Handelsregisternummer
  • Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
  • Berufsbezeichnung
  • AGBs
  • Garantien
  • ggf. Vertragsklauseln
  • Berufshaftpflichtversicherung

Auch die Preise, wenn vorher ersichtlich, müssen dem Kunden vor der Leistungserbringung mitgeteilt werden. Diese Angaben müssen durch den Malerbetrieb am Ort der Leistungserbringung oder des Vertragsabschlusses verfügbar gemacht werden.

In §3 der Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung werden die optionalen Informationen festgelegt. Hierunter zählen unter anderem:

  • berufsrechtliche Regelungen
  • Verhaltenskodizes
  • Angaben zu Tätigkeiten bei konkurrierenden Unternehmen.

Die Angaben der Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung sollten durch die Maler dringend eingehalten werden, da die fahrlässige oder vorsätzliche Missachtung als Ordnungswidrigkeit geahndet werden kann. Hier können Bußgelder bis zu 1.000 EURO verhängt werden.

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