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Mindestlohn

Mindestlohn bei Malern steigt - © Ger.aldt by pixelio.de

Seit 01. September 2010 gibt es einen neuen Mindestlohn für Maler und Lackierer in den alten Bundesländern. Dieser Mindestlohn gilt für alle gelernten Arbeitnehmer (Gesellen) und stellt nach 2009 die zweite Steigerung der letzten Tarifverhandlungen dar.

Der Mindestlohn ist eine gesetzliche Lohnuntergrenze. Er wird im Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) festgehalten und gilt auch für ausländische Firmen, die einer Betätigung auf dem Bundesgebiet nachgehen. Ebenfalls müssen sich Leih- und Zeitarbeitsfirmen an den Mindestlohn halten. Die Einhaltung der Gehaltsuntergrenze wird durch staatliche Behörden überprüft. Bei Unterschreitung des Mindestlohns drohen den Betrieben empfindliche Geldbusen, der Ausschluss von öffentlichen Ausschreibungen und die Nachforderung von Sozialversicherungsbeiträgen.

Mindestlohn im Maler- und Lackiererhandwerk

Der Mindestlohn im Maler- und Lackiererhandwerk wurde erstmals im Dezember 2003 festgelegt. Die aktuelle Anpassung der Lohnuntergrenze war bereits Bestandteil der Tarifverhandlungen vom Herbst 2009. Darin war bereits eine Steigerung der Untergrenze zum 01. September 2009 auf 11,25 EURO/Std. festgelegt. Seit 01. September 2010 trat nun die zweite Steigerung in Kraft. Der Mindestlohn wurde um 0,25 EURO auf 11,50 EURO/Std. angehoben. Die hier dargestellten Mindestlöhne gelten nicht für die Fahrzeuglackierer.

Der Mindestlohn für ungelernte Angestellte und Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern hingegen bleibt unverändert bei 9,50 EURO/Std. Dennoch muss durch die Arbeitgeber in der Malerbranche beachtet werden, dass Maler aus den neuen Bundesländern bei der Entsendung auf Baustellen in den alten Bundesländern einen höheren Mindestlohn bekommen.
Auch für das Jahr 2011 ist eine Lohnsteigerung zwischen den Tarifparteien vereinbart worden. Auch hier soll der Lohn um 0,25 EURO/Std. Steigen. Ab September 2011 steigt auch der Mindestlohn für die ungelernten Angestellten auf 9,75 EURO/Std.

Einstufung in Mindestlohnstufen

Eine weitere Änderung betrifft die Einstufung der Angestellten in die Bereiche „gelernte“ und „ungelernte“ Beschäftigte. Jeder Arbeitnehmer, der über einen Gesellenbrief im Maler- und Lackiererhandwerk verfügt, ist als „gelernter“ Angestellter einzustufen, egal, welche Tätigkeit er tatsächlich ausübt. Dementsprechend ist auch mindestens der tariflich festgelegte Mindestlohn zu zahlen.

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