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Du bist hier: Startseite » Außenarbeiten » Putz verstreichen: Gründliche Vorarbeit und saubere Ausführung sind unerlässlich

Wenn die Putzfassade bröckelt oder Sie Ihren Anstrich optisch nicht mehr ansprechend finden, ist es höchste Zeit, den Putz neu zu streichen. Damit der Putz richtig haften bleibt, darf dabei nichts dem Zufall überlassen werden!

Wer sich das Tapezieren ersparen und stattdessen Putz verstreichen möchte, spart reichlich Zeit ein. Doch der scheinbar geringere Aufwand bedeutet nicht, dass dieser Vorgang unüberlegt ausgeführt werden darf. Im Gegenteil: Beim Putz streichen sind eine sorgfältige Vorbereitung sowie eine genaue Durchführung gefragt, insbesondere wenn im Nachhinein zusätzlich Farbe auf den Putz auftragen werden soll.

Putz professionell verstreichen

Zunächst muss der passende Putz zum Streichen bestimmt werden. Am beliebtesten ist mineralischer Streichputz, der aus Sand, Kalk oder Gips besteht und mit Quarzsand angereichert ist – so entsteht beim Putz Streichen eine ähnliche Struktur wie bei einer Raufasertapete. Für die passende Körnung und die optimale Haftung an der Wand sollten Sie bei der Auswahl des Streichputzes am besten einem Experten vertrauen!

Beim Streichen von Putz ist die Vorarbeit enorm wichtig. Ein Experte weiß am besten, wie er den jeweiligen Untergrund behandeln muss. Auf kunststoffhaltigen Farben, etwa Dispersions- oder Latexfarben, bleibt der Putz schlecht haften, weshalb die Farbe vorher abgetragen werden muss. Der Maler reinigt zunächst gründlich den Untergrund, bevor er Risse und Unebenheiten mit der richtigen Spachteltechnik akkurat beseitigt. Mit speziellen Grundierungen sorgt er anschließend für einen idealen Untergrund für den Putz.

Unser Tipp: Nach dem Auftragen des Strichputzes steigt die Luftfeuchtigkeit in den folgenden zwei bis drei Tagen erheblich. Deshalb sollte das Fenster mehrmals täglich geöffnet werden!

Vor dem Auftragen rührt der Fachmann den Streichputz zunächst gut um und rollt anschließend mit der Farbrolle über das Abstreichgitter. Nun kann er den Putz in Kreuzform auf die Wand streichen und im Anschluss mit einer Walze über die Wand rollen. Bei diesem letzten Schritt ist zügiges Arbeiten besonders wichtig, damit sich die Körnung optimal verteilt und optimal haften bleibt.

Als optisch besonders ansprechende Alternative zu Streichputz bietet sich Buntsteinputz für Ihren Wohnraum an, welcher häufig zur Gestaltung von Säulen, Pfeilern und exponierten Wänden eingesetzt wird. Er darf allerdings nur nass verarbeitet werden, weshalb die Arbeit zügig und ohne Unterbrechung erledigt werden muss. Auch hier bietet sich ein Profi an, der Unregelmäßigkeiten sofort bemerkt und zudem durch seinen geübten Blick und die perfekte Ausleuchtung seines Arbeitsplatzes mit Scheinwerfern beim Auftragen ein ideales Ergebnis erzielt.

Farbe auf Putz streichen

Wenn der Putz auf die Wand gebracht ist, kann er mit einer Farbe überstrichen werden. Auch beim Streichen auf Putz spielt die Vorarbeit eine entscheidende Rolle. Der Untergrund wird zunächst präpariert und anschließend mit der passenden Grundierung versehen: Mit dem Auftragen von Tiefengrund verringert der Profi die Saugfähigkeit des Putzes und reduziert den Verbrauch auf ein Minimum. Bei wenig oder gar nicht saugenden Untergründen, etwa Beton und Gips, trägt der Maler zusätzlich Haftgrund auf, damit die Farbe später länger erhalten bleibt.

Achtung: Eine für das Material ungeeignete Farbe kann den Putz nach dem Streichen zermürben! Für Innenputz oder Außenputz sollte deshalb die passende Farbe mit der richtigen Konsistenz ausgewählt werden – hierbei sollte zudem darauf geachtet werden, dass die Farbe nach EU-Richtlinien produziert wurde.

Zunächst streicht der Maler-Experte die Ecken und Kanten mit einem Flachpinsel vor und rollt dann sorgfältig mit der Walze von oben nach unten sowie von rechts nach links. Ein professioneller Anstrich in einem Arbeitsgang ist wichtig, denn nur so ergibt sich ein gleichmäßiges und sauberes Farbbild. Nachdem die Farbe gut getrocknet ist, überstreicht der Fachmann den Putz in der Regel ein zweites Mal.

Fazit

Beim Putz verstreichen sind eine gründliche Vorarbeit und eine genaue Ausführung notwendig. Damit der Streichputz richtig haften bleibt, sollten Sie bei der Vorarbeit und dem Auftragen der Expertise eines Malers vertrauen. Bei einem eventuellen Farbanstrich ist ebenfalls ein professionelles Vorgehen gefragt, um ein fehlerfreies Farbbild zu garantieren.

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