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Raufasertapete anbringen und streichen ist kinderleicht

Raufasertapete anbringen und streichen ist kinderleicht - © Stephanie Hofschlaeger by pixelio.de

Die Raufasertapete, manchmal auch Rauhfasertapete geschrieben, ist in Deutschland der meistgenutzte Wandbelag schlechthin. Die robuste und umweltfreundliche Tapete eignet sich nicht nur zum Tapezieren von Wänden, sondern auch von Decken. Raufasertapete kann einfach auf jeden tapezierfähigen Untergrund aufgebracht werden und lässt sich problemlos mehrfach überstreichen.

Raufasertapete – so wird sie gemacht

Die Raufasertapete wurde bereits im Jahr 1864 vom Apotheker Hugo Erfurt erfunden. Zuerst diente sie nur als Dekorationspapier, aber etwa ab den 1920ern wurde sie dann als Tapete eingesetzt. Noch heute werden Raufasertapeten von der Firma Erfurt produziert. Sie ist weltweit größter Produzent von überstreichbaren Tapeten.
Die Raufasertapete setzt sich aus drei Papierschichten zusammen, zwischen die strukturbildende Holzfasern eingearbeitet werden. Es entstehen so gleichmäßige, feine, mittlere und grobe Strukturen. Bei der Herstellung von Raufasertapeten wird größtenteils Recyclingpapier verwendet und auf Lösungsmittel, Weichmacher oder PVC ganz verzichtet. Sofern man entsprechende Kleister und Wandfarben benutzt ist also die Verwendung von Raufaser gesundheitlich unbedenklich. Auch Allergiker wissen das zu schätzen.

Mit Raufasertapete tapezieren

Will man seine Wohnung mit Raufasertapete tapezieren, braucht man in der Regel kein besonderes Werkzeug. Die üblichen Tapezierutensilien, wie Tapeziertisch, Kleistereimer, Bürste, Schere, Leiter, Zollstock und Bleistift reichen vollkommen aus. Profis nehmen natürlich auch gerne eine Kleistermaschine, die den Leim gleichmäßiger aufträgt.
Zuallererst muss der Wand-Untergrund von Tapetenresten gesäubert werden und Unebenheiten und Löcher in der Wand müssen gespachtelt werden. Stark saugender Untergrund, wie Beton oder Gipsputz sollte mit Tiefengrund oder Kleister vorbehandelt werden. Dann kann es losgehen. Am besten misst man mit der Wasserwaage die Wand für die erste Bahn ab, damit die Tapetenbahnen nicht schief angebracht werden. Wenn man die Tapete zuschneidet, sollte man immer 10 cm Länge dazugeben. Dann wird die Raufaser gut eingekleistert und zusammengeklappt, damit der Leim einziehen kann und die Tapete einweicht.

Danach wird die Raufasertapete von der Decke ab rechts von der vorab gezogenen Linie bündig angepasst und mit der Hand geglättet. Große Blasen werden ausbürstet, kleinere verschwinden beim Trocknen. Überstehende Tapete wird am Ende einfach abgeschnitten. So geht es dann Bahn für Bahn, bis der Raum fertig ist. Ein Streichen der Raufasertapete sollte unbedingt erfolgen, denn erst so bekommt sie ihr zeitloses Aussehen, das zu jedem Einrichtungsstil, egal ob modern oder rustikal passt.

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